Basilica di San Pietro in Ciel d'Oro - Pavia
Grab von hl. Augustinus
Wilkommen!
Zum
ersten Male wird diese Basilika im Jahre 604 n. Chr. erwähnt. Die heutige
Konstruktion ist nicht die ursprüngliche; sie folgte einer anderen, im
vorchristlichen Stile, mit einfachen Säulen und einer Holzdecke. Die heutige
Basilika mit ihren romanisch-lombardischen Formen geht auf das 12. Jh. zurück
und war von Papst Innozenz II im Jahre 1132 geweiht worden; sie hat den
malerischen Namen “Goldener Himmel”, weil die Holzdecke der vorchristlichen
Kirche mit goldenen Farben ausgeschmückt war. Sie wird von Dante, Petrarca und
Boccaccio erwähnt.
DIE FASSADE Aus
grauem Sandstein und Backstein decht sich nach zwei Seiten ab und ist durch
ungleiche, gewaltige Strebepfeiler in drei Teile geteilt, an denen sich Spuren
eines Säulenganges erhalten haben, der vielleicht eine Imitation des
Säulenganges der primitiven Basilika mit liturgischen Funktionen ist. Über dem
etwas nach rechts versetzten Portal aus Sandstein befindet sich ein Basrelief,
das einen Engel und zwei Betende darstellt. Die obere Zone, die in der Mitte von
zwei Gruppen fensterartiger Öffnungen belebt ist, wird von einer blinden Loggia
und von einem Motiv ineinander verschlungener Bögen gekrönt.
DAS INNERE Besteht
aus drei Schiffen, die durch zwei Reihen von je fünf Sandsteinpfeilern mit an
den Kapitellen eingehauenen Verzierungen voneinander getrennt werden. Die
Höhendifferenz des Bodens zu dem außerhalb der Kirche kann man vielleicht mit
der Absicht der Erbauer erklären, das neue Gebäude auf der Ebene der vorherigen
Basilika zu halten. Sehr wenig ist von den äußerst zahlreichen Kunstwerken
übriggeblieben, die einmal das Innere der Kirche schmückten. Im Hintergrund des
rechten Schiffes, das vor kurzem wiedererbaut wurde, sind im Boden der Apsis
Reste eines Mosaiks aus dem 12.Jh.erhalten. Im linken Schiff, das noch in seiner
ursprünglichen Form erhalten ist, findet man Spuren von Mosaiken aus
verschiedenen Zeiten: in dem ersten Gewölbe sind die Wände mit Fresken der
lombardischen Schule aus dem 14. Jh. bedecket; das zweite und dritte Gewölbe
trägt dagegen interessante Fresken aus dem 15. Jh. Das majestätische Gewölbe des
Hauptschiffes ist im Jahre 1487 vom Architekten Giacomo Da Candia aus Pavia
wiedererbaut worden.
Portal
Lingiardi Orgel - 1913.
Siberkiste mit dem Aschenkrug des hl. Augustinus (8. Jhd.).
SARG DES HL. AUGUSTINUS Im
Presbyterium, das über der Krypta liegt, prädominiert die marmorne Arche des hl.
Augustinus, ein Meisterwerk der lombardischen Schule des 13. Jh. Das mit 95
Statuen und 50 Basreliefs geschmückte Kunstwerk wurde von Bonifacio Bottigella,
dem Prior der Augustiner und späterem Bishof von Lodi in Auftrag gegeben. Es ist
eine kleine, allumfassende Illustration des Glaubens und der theologischen,
mönchischen und Kardinaltugenden. Außeredem sind einige Episoden aus dem Leben
des hl. Augustinus, des großen Kirchenlehrers dargestellt: seine Bekehrung,
seine Taufe durch den hl. Ambrosius, die Wunder nach seinem Tode - im Jahre 430
n. Chr. - und die Überführung seiner Reliquien nach Pavia. Hinter der Arche
befindet sich im Fußboden ein Teil eines achteckigen Mosaiks. das aus der
Kathedrale des antiken Hippo stammt, dessen Bischof Augustinus (395 / 430) war.
Die Fresken, die Kuppel der Apsis bedecken, gehen auf das Jahr 1900 zurück. Auf
einem Hintergrund von vergoldetem, vorgetäuschtem Mosaik, erhebt sich die Figur
des auf einem Thron sitzenden Erlösers, umgeben von dem hl. Apostel Petrus und
vom hl. Augustinus mitseiner frommen Mutter Monika.
Detail rechte Seite der Arche: Überführung der Reliquien des hl. Augustin nach
Pavia.
Aschenkrug des hl. Augustinus.
Sarg des hl. Augustinus (14. Jhd.).
RECHTS VON DER KRYPTA Die
von 24 Säulen getragene Krypta ist Ende des vergangenen Jahruhunderts auf den
vorhandenen Resten wieder aufgebaut worden. Hier ruht in einem eleganten
Sarkophag in byzantinischen Stile Ravennas der Körper des Severinus Boethius.
Der Geist dieses großen Konsuls, Senators und Philosophen - ein Opfer der
Grausamkeit des arianischen Königs Theoderich im Jahre 525 - wird von Dante im
10. Gesang vom Paradies beschrieben. Besondere Aufmerksamkeit erregt das
Vorhandensein eines uralten und geheimnisumwitterten Brunnens in der Krypta,
dessen wunderwirkendes Quellwasser einfache Gläubige, Kaiser und Könige tranken.
Im Postament, das den großen Pfeiler trägt, ruht der körper Luitprands, des
Königs der Langobarden, der sich um den Glanz, den er dere Kirche gab, dadurch
verdient machte, daß er die Reliquien des hl. Augustinus im Jahre 724, nachdem
er sie den Sarazenen mit Gold aufgewogen hatte, von Sardinien herbeiholte. Diese
Reliquien, die im Jahre 1695 in der Krypta entdeckt wurden, liegen jetzt in
einer silbernen Urne zu Füßen der Marmorarche.
König Liutprands Grab.
DIE SAKRISTEI UND DIE BEIDEN SEITEN ALTÄRE Im
Renaissancestil, mit Flahcgewölbe ist reich an grotesken Verzierungen, die der
zweiten Hälfte des 16. Jh. zuerkannt werden. Beachtenswert ist das Gemälde aus
dem 17. Jh., das den hl. Augustinus im Gespräch mit dem hl. Hieronymus darstellt.
Die beiden Altäre aus Marmor stammen von dem Bildhauer Giovanni Scapolla aus
Pavia; der eine ist der hl. Rita geweiht und geht auf das Jahr 1940 zurück; der
andere dem Herzen Jesu und stammt aus dem Jahre 1963. Seite 1900 wohnen an der
Seite der Basilika die Augustinermönche, die nach jahrhundertelanger Abwesenheit
zurückgerufen worden waren. Sie zelebrieren die Messen und bewachen und verehren
die Gebeine ihres großen Gründers.
G. B. Tassinari (1599): Der hl. Augustinus und der hl. Hieronymus.
Apsis der Basilika.
DU STELLST DICH VOM BESUCH DES PAPSTES SEGNET XVI VOR
BASILICA S. PIETRO IN CIEL D'ORO
COMUNITÀ AGOSTINIANA Piazza S. Pietro in Ciel d’Oro 2 - 27100 Pavia
Tel. +39 0382 303036 - Fax +39 0382 303040
E-mail: info@santagostinopavia.it
Wichtige Daten 24. April Bekehrung und Taufe des Hl. Augustinus. Um dieses Datum herum
wird jedes Jahr die “Augustinische Woche von Pavia” gefeiert.
22. Mai Fest der Hl. Rita
28 August Fest des Hl. Augustinus
23 Oktober Fest des Hl. Severinus Boetius
Öffnungszeiten der Basilika von 7 bis 12 Uhr
von 15 bis 19 Uhr